Geistliches Wort

Ostern 2011


Liebe Malteser,
dieses Osterfest ist für mich schon anders als sonst. Warum ??

Weil ich in Israel war auf den Spuren von Jesu und ihm sehr nah war z.B. in Nazaret, am See Geneserat, in Kafarnaum, am Jordan wo er getauft wurde, in Jerusalem wo er mit der Eselin geritten ist am Palmsonntag, im Garten Gethsemane, am Ölberg, im Abendmahlsaal, an der Stelle wo er gesalbt wurde, an seinem Grab, in der Auferstehungskirche und in Emmaus.

Alle diese Bilder haben mich jetzt wieder eingeholt an Ostern – sie sind wieder lebendig geworden!

Bild: Blick vom Tempelberg auf die Stadt JerusalemMir wird dabei klar: der Auferstandene ist nicht eine Gestalt der Weltgeschichte, sondern er ist gegenwärtig. Wir haben einen lebendigen Herrn, der uns ganz nahe ist – und auch bleibt –im Leben wie im Sterben. Ostern baut uns - baut mich auf, als Christen verstehen wir diesen Satz in einem sehr viel tieferen Sinn, nämlich, dass wir durch Ostern Hoffnung, und Zuversicht für unser Leben gewinnen, weil das Leben den Sieg über den Tod behält. Der Tod ist kein Argument mehr gegen Gott, wie so viele Menschen aus tiefster Betroffenheit meinen. Der Tod ist kein Grund, an Gott zu verzweifeln. Wir sterben nicht weg von Gott. Wir sterben in Gott als die unerschöpfliche Quelle und unbegrenzte Fülle des Lebens hinein, so unbegreiflich das ist.

Bild: Blick vom Tempelberg auf die Stadt Jerusalem 

Zu diesem Osterfest wünsche ich Euch und allen Angehörigen
Tag für Tag vor allem die Gnade des Auferstandenen und seine Nähe immer wieder neu zu spüren.

Halleluja

und frohe und gesegnete Ostertage

Euer Ortsseelsorger
Diakon Hans-Jürgen Siebers